Workout für Deinen Darm

Ja, richtig gelesen! Nicht nur Du – auch Dein Darm muss lebenslang trainieren, damit Du fit, gesund und energiegeladen bleibst! Denn die Aufgaben dieses ca. 9 Meter langen Schlauchs in Deinem Bauch reichen weit über Verdauung und den Transport der Nahrung hinaus.

Der Darm ist quasi das Trainingslager für Dein Immunsystem. Ausgebreitet beträgt seine Oberfläche mehr als 200 qm. Außerdem hat der Darm in unserem Körper das größte Nervensystem nach dem Gehirn. Täglich muss er sich mit neuen Substanzen auseinandersetzen und diese in nützlich und schädlich unterteilen. Und natürlich zieht er für uns aus unserem Essen die Energie, die wir zum Leben brauchen.

Die wertvollen Mikronährstoffe sollen die Darmschleimhaut passieren und die guten Bakterien gefüttert werden, gefährliche Eindringlinge wie Krankheitserreger hingegen möglichst abgewehrt werden.

Wenn mit Deinem Darm alles in Ordnung ist, dann bemerkst Du meistens nicht viel von diesen komplexen Abläufen in Deinem Körper. Erst wenn etwas nicht mehr stimmt, macht das Verdauungssystem mit Beschwerden auf sich aufmerksam. Diese können zum Beispiel ständige Müdigkeit, Hautunreinheiten, unruhiger Schlaf oder natürlich Bauchschmerzen sein. Für Viele sind solche Beeinträchtigungen schon alltäglich. Du solltest diese Anzeichen aber nicht einfach so hinnehmen, sondern schauen, ob Dein Darm gestresst bzw. im Ungleichgewicht ist.

Wenn er durch falsche Ernährung angegriffen ist, kann es passieren, dass er fremde, eigentlich aber harmlose Stoffe, falsch einordnet und abwehrt. Dies äußert sich dann in Unwohlsein, Allergien oder Unverträglichkeiten. Für diese Abwehr ist die Darmflora zuständig. Sie ist die Gesamtheit der Bakterien, die den Darm besiedeln. Grob geschätzt sind das 100 Billionen Bakterien, in etwa zehnmal so viele, wie unser Körper Zellen hat.

Sehr viele gesundheitliche Probleme haben ihren Ursprung im Darm. Die Auslöser dafür können beispielsweise eine Behandlung mit Antibiotika, zu viele Schmerzmittel, Magen-Darm-Infekte, großer Stress oder ein Zuviel an Stoffen sein, die Du nicht so gut verträgst, darunter häufig Fruktose, Laktose oder Gluten.

Zum Glück bedeutet das meist nicht, dass Du für immer auf diese Lebensmittelbestandteile verzichten musst. Wenn sich der sensible Darm beruhigt hat, kannst Du meist alles wieder essen. Allerdings natürlich in verträglichen Mengen. Aber auch ohne akutes Problem mit dem Darm, solltest Du ihm möglichst täglich viel Gutes tun, um Dir eine intakte Darmflora und eine kräftige Darmschleimhaut aufzubauen oder zu erhalten.

Folgendes kannst Du für Dich und Deinen Darm tun:

Befolge die Grundsätze einer gesunden Ernährung und esse möglichst viele pflanzliche, unverarbeitete Lebensmittel, also Obst und Gemüse. Die darin enthaltenen Ballaststoffe sind sehr willkommene Nahrung für den Darm.

Eine Vielfalt an guten Bakterien führt zu einer Vielfalt im Darm. Ein gut versorgter und trainierter Darm kann viel mehr verdauen bzw. „vertragen“.

Wertvoll sind auch probiotische Lebensmittel. Sie enthalten lebende Bakterien bzw. Mikroorganismen. Dazu gehören beispielsweise Joghurt, Kefir, Sauerkraut, Käse oder alle weiteren fermentieren Lebensmitteln.

Stark verarbeitete, unnatürliche Nahrungsmittel mit künstlichen Zusätzen, zu viel Zucker und wenig Nährstoffen hingegen sind nicht gut für den Darm. Genau so wie Umweltgifte, übermäßiger Stress oder Medikamente. Deshalb solltest Du diese soweit möglich meiden.

 

 

 

 

 

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