Was ist Hatha Yoga?

In der Welt der Yogastile kommt man schon mal durcheinander: Sivananda, Iyengar, Vinyasa, Aerial, Hot Yoga, Yin, Jivamukti, Ashtanga… die Liste ließe sich endlos weiterführen. Heutzutage gibt es sogar Nackt Yoga und Yoga Cycling. In unserer neuen Reihe wollen wir Dir die wichtigsten Yogaformen vorstellen.

Die Geschichte des Hatha Yoga

Mit Hatha war ursprünglich vor allem der physische Aspekt der Yogapraxis gemeint, der bekanntlich nur einen kleinen Teil von Yoga ausmacht.

Lange wurde die körperliche Praxis sogar eher als Hindernis auf dem Weg zur Erleuchtung wahrgenommen. Das hat sich mit der über 600 Jahre alten Schrift Hatha Yoga Pradipika von Svatmarama entscheidend geändert. Er sieht den Körper als Hilfsmittel, den es gesund und kräftig zu halten gilt.

Hatha Yoga Heute

Heute ist der körperliche Aspekt des Yoga in nahezu allen Yogaklassen zentral. Die Gesellschaft in der wir leben tut sich mit einer körperlichen Herangehensweise einfach leichter. Alle Körperübungen (Asanas), ebenso wie die Atemübungen und Reinigungstechniken werden bis heute als Wege zur Erleuchtung interpretiert, aber es bleibt jedem selbst überlassen ob er sich darauf einlässt und sich über seinen Körper hinaus entwickelt oder mehr oder weniger ein Fitness-Programm absolviert.

Was für ein Stil ist Hatha Yoga denn nun?

Hatha Yoga beschreibt eher einen Weg statt eines Ziels oder einen konkreten Yogastil und zwar den Körperlichen. Damit kann jede Form von Yoga, in der Haltungen geübt werden, als Hatha Yoga deklariert werden. Deshalb fallen unter Hatha Yoga auch sämtliche modernen Yogaformen, wie Ashtanga, Jivamukti oder Iyengar Yoga. So unterschiedlich sie auch sein mögen, alle Stile, Traditionen und Schulen, in denen physische Yoga Übungen gemacht werden, fallen unter Hatha Yoga. Ganz gleich ob sanft oder kraftvoll, statisch oder dynamisch, von einfachen Atemübungen bis hin zu akrobatischen Posen, alle Techniken des Hatha Yogas setzen am Körper an.

Was passiert in einer Hatha Yoga Klasse?

In Anbetracht der Tatsache, dass Hatha Yoga als Überbegriff aller hier gängigen Yogastile gesehen werden kann, stellt sich die Frage, was einen in einer Hatha Yogaklasse erwartet.

Die meisten Hatha Yogastunden orientieren sich bis heute an der Tradition der Hatha Yoga Pradipika. Das bedeutet konkret, dass die Posen einzeln praktiziert, also nicht dynamisch, zu einem “Flow” verbunden werden. Das Tempo ist in der Regel gemäßigt und es wird auf eine achtsame und bewusste Ausführung der Haltungen geachtet. Man lernt grundlegende Atemtechniken und die meisten Stunden beinhalten meditative Elemente und eine Schlussentspannung.

Da die Art der Yoga-Klasse immer stark von der Vorgehensweise des einzelnen Lehrers abhängt, ist es letztlich unmöglich eine Hatha Yogaklasse präzise zu beschreiben. Wenn Du sichergehen möchtest was Dich erwartet, solltest Du vorher im Yoga- oder Fitness-Studio nachfragen.

Für wen eignet sich Hatha Yoga?

Heute sind es vor allem die Hatha Yogaklassen, die etwas traditioneller und ganzheitlicher unterrichtet werden. So kann Hatha Yoga eine großartige Einführung in die Yoga-Welt sein. Die ruhige Herangehensweise eignet sich sehr gut für Anfänger um Posen, Atem- und Entspannungstechniken kennen zu lernen, was nicht ausschließt, dass es trotzdem körperlich wie geistig herausfordernd sein kann. Wenn Du auf der Suche nach einer eher ruhigen, ganzheitlichen Praxis bist und präzise, technische Anweisungen magst, wirst Du dich in einer Hatha Yoga Stunde wohl fühlen.

Wo kannst Du mit My Fitness Card Hatha Yoga üben?

In München kannst Du derzeit Hatha Yoga bei Yoga Women, in den body + soul Centern, im Pro-Health-Club PHC, bei SoulPlus und bei My Sportlady machen. Viel Spaß dabei!

Dein My Fitness Card-Team

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